Technologietransfermanagement im Bereich SH&L

Technologietransfermanagement im Themenfeld Smart Home & Living im Schwarzwald-Baar-Kreis

Quelle Lothar Kraus IHK_5 Projektleiterin Gesundheitswirtschaft | Tourismus Anne Spreitzer
von der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und Technologietransfermanager
Bastian Inthasane vom Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis

Strukturprägend im Schwarzwald-Baar-Kreis und in weiten Teilen Baden-Württembergs sind ein starker industrieller Sektor und eine unterdurchschnittliche Bevölkerungsdichte. Auf der anderen Seite macht sich der demografische Wandel besonders stark bemerkbar. Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit einer immer älter werdenden Gesellschaft sind Produkte und Dienstleistungen im AAL-Bereich zukunftsweisende Instrumente, die der Anpassung auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Einwohner gerecht werden. Vor allem mit zusätzlichem Einsatz von technischen Lösungen  werden sich die Herausforderungen der Versorgung alter Menschen, die trotz Unterstützungsbedarf in ihrem gewohnten Wohnumfeld verbleiben möchten, zukünftig besser bewältigen lassen.

Eine immer noch zu geringe Nutzung von Technik im Smart Home und AAL-Bereich ist vorhanden. Es besteht dringender Bedarf die Bedürfnisse der Menschen besser mit den Innovationen zu verknüpfen und den älteren Menschen die Technik und ihre Vorteile mit marktfähigen Produkten näher zu bringen.

Mit dem Projekt soll eine klare Wissensvermittlung im Bereich Smart Home und AAL für die ältere Generation, Pflegedienstleister, Händler, Architekten und die Wohnwirtschaft erfolgen. Zudem sollen  Interessengruppen aus Forschung, Verwaltung, Wirtschaft und Endverbraucher besser vernetzt und die regionalen Wirtschaft durch Erschließung eines zukünftigen Massenmarktes gestärkt werden.

Das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis übernimmt in diesem zweijährigen Projekt die leitende Rolle. Als Kooperationspartner aus der Wirtschaft ist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar Heuberg eingebunden. Die IHK ist das zentrale Instrument zur Kommunikation mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region. Basierend auf den bereits vorhandenen Strukturen und Netzwerken sollen mit Hilfe dieses Projektes zukunftsfähige und tragbare Geschäftsmodelle entwickelt werden, die dann im regionalen Markt angewendet werden können.

Erste Zwischenergebnisse zeigen, dass sowohl regionale Anbieter, als auch Endverbraucher das enorme Potential des Smart Home-Sektors noch nicht bewusst erkennen oder noch nicht die Zeit dafür aufbringen. Jedoch finden sich einige zukunftsorientierte Akteure in den organisierten Workshops wieder. Nach vier intensiven Workshops für Handwerker, Dienstleister, Hersteller, Forscher und Akteure aus der Wohnwirtschaft sowie der Pflege wurden bereits erste Geschäftsmodelle entwickelt und auf ihre Finanzierbarkeit hin geprüft. Fest steht, dass die verschiedenen Beteiligten aus dem Smart Home-Sektor geregelte gewerke- und branchenübergreifende Lösungen wünschen, damit der globale Zukunftsmarkt auch regional Fuß fasst. Außerdem haben die bisherigen Workshops gezeigt, dass es an einem Ansprechpartner oder „Kümmerer“ fehlt, der insbesondere für die Umsetzung von Smart Home-Lösungen verantwortlich ist. Denn analog zu den unzähligen Insellösungen im Bereich der technischen Standards gibt es noch zu viele Einzelakteure in den unterschiedlichen Branchen und Gewerken. Das Hauptziel des Projektes ist es, die vorhandenen Ressourcen und ausgearbeiteten Ergebnisse zu nutzen, um praxisorientierte Lösungen umzusetzen.

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Kontakt

LogoHerr Bastian Inthasane, Technologietransfermanager
Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis

b.inthasane@lrasbk.de