EIconS 4.0

EIconS 4.0 – Geschäftsmodelle für vernetze Möbel und Bauteile

Remote home control system on a smart phone.

Technik und Design, die im Dienste des Menschen stehen: An wohl keinem anderen Ort ist das so wichtig wie in der häuslichen Umgebung. Gab es bisher bereits viele technikorientierte Entwicklungen bei der Elektro- und Informationstechnik im Zusammenhang mit Smart Home & Living – Anwendungen, blieben andere Bereiche noch weitgehend unberücksichtigt. Produkte des Schreinerhandwerks sollen heutzutage nicht mehr nur zeitgemäß gestaltet und dabei praktisch und funktional sein, sondern künftig auch intelligent sein und einen Beitrag zu Smart Home & Living leisten.

Im Projekt EIconS 4.0 werden Geschäftsmodelle für Dienstleistungen rund um vernetze Möbel und Bauteile erarbeitet. Diese Geschäftsmodelle sollen die kooperierenden Handwerksunternehmen der Gewerke Elektrotechnik, Informationstechnik und Schreinerhandwerk auf die Aufnahme neuer Geschäftsfelder im Bereich Smart Home & Living vorbereiten.

Kernziele des 18-monatigen Projektes sind die Entwicklung, Erprobung und Umsetzung gewerkeübergreifender Dienstleistungsangebote für Handwerksunternehmen aus diesen drei Gewerken. Basierend auf den erarbeiteten Anforderungen aus Ergonomie, Erkenntnissen der Geriatrie, zu Lebensgewohnheiten und Lebensumfeldern werden zielgruppenorientiert neue Anwendungen für Möbel und Bauteile konzipiert, entwickelt, erprobt und auf eine möglichst vielseitige Nutzbarkeit hin bewertet. Daraus abgeleitet werden sollen zukunftsfähige, nachhaltige Geschäftsmodelle, die auf flexiblen, möglichst herstellerneutralen, für den Kunden längerfristig nutzbaren Technologien aufbauen und damit in ihrer Anwendung auch vervielfältigt werden können.

Projektträger sind der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg und der Landesfachverband Schreinerhandwerk Baden-Württemberg. Derzeit sind sieben Handwerksunternehmen der Elektro- und Informationstechnik und acht Schreinerhandwerks-Unternehmen in drei Projektgruppen aktiv.

Projektgruppe 1 „Wohnen“ erarbeitet Geschäftsmodelle für smarte Anwendungen in einer Wohnumgebung, die basierend auf einer Fallsituation (barrierefreier Umbau) unterstützende Funktionen in Möbeln, Bauteilen und der Gebäudeautomation anbieten sollen.

Beteiligte Firmen sind:

  • Alber Schreinerei GmbH, Filderstadt
  • Georg Bohnert Schreinerei Handwerk + Design, Ottenhöfen – Furschenbach
  • Schreinerei Gneiting, Erkenbrechtsweiler
  • Ulli Maier Elektro- u. Maschinentechnik, Weinstadt

Projektgruppe 2 „Arbeiten“ erarbeitet Geschäftsmodelle für exemplarische Möbel und Bauteile, die in Unternehmen oder in einer Home Office-Umgebung zum Einsatz kommen sollen. Kerngedanke ist eine Vereinfachung der kollaborativen Zusammenarbeit, indem in einer Treffpunkt-, Konferenz- oder häuslichen Arbeitsumgebung Möbel eingesetzt werden, die gängige Schnittstellen und Konnektoren zur Verfügung stellen und damit ein einfaches Vernetzen, Präsentieren, Kommunizieren und Zusammenarbeiten realisieren sollen.

Beteiligte Firmen sind:

  • Michael Ehrler Schreinerei, Mulfingen-Jagstberg
  • Günter Gebauer Elektrotechnik, Heiligenberg
  • Glatt Elektrotechnik, Ötigheim
  • Ideal Möbelbau GmbH, Gottmadingen

Projektgruppe 3 „Produktimpulse“ untersucht aktuell verfügbare Produkte  zu  verschiedenen Anwendungsfeldern:

  • Gestensteuerung – für räumlich begrenzte Anwendungen
  • Sprachsteuerung – für raumübergreifende Anwendungen
  • Einsatz von Projektionsflächen – für Bediensituationen auf Oberflächen
  • Einsatz von Kameras – raumweise oder sektorale Anwendung
  • Licht als Hilfsfunktion – Unterstützungsprozess
  • Anwendung Bevorratung – für Lieferdienste u. Ä.
  • Modularisierung – im Sinne Steigerung der Flexibilität bei Umbauten

Nach einer Bewertung der Produkte werden Empfehlungen gegeben, mit welchen Grundbedingungen diese zum Beispiel auch in den Geschäftsmodellen der beiden anderen Projektgruppen berücksichtigt werden könnten.

Beteiligte Firmen sind:

  • Schreinerei Ehle, Deizisau
  • DIE SCHREINEREI Jochen Haag, Weikersheim – Neubronn
  • Martin Illing Elektro- und Informationstechnik, Heidelberg
  • Hosang Licht Elektro Technik, Sindelfingen
  • Ulli Maier Elektro- u. Maschinentechnik, Weinstadt
  • Wolfgang Schmitt Elektrotechnik, Stutensee
  • Schnaufer Möbelbau e.K., Schwäbisch Gmünd
  • ATS Automatisierungstechnik Sykora – Intelligente Gebäude-Systemtechnik, Metzingen

Aus der Vielzahl der konzipierten Geschäftsmodelle wird nur ein kleiner Teil bis zum Projektende weiter entwickelt. Während der Projektlaufzeit sind Multiplikatoren und mögliche Nutzer der verschiedenen Anwendungen eingebunden, sodass regelmäßig auch ein Feedback der Nutzerseite in das Projekt einfließt.

Kontakt

Steffen Häusler
Fachverband für Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg
steffen.haeusler@fv-eit-bw.de