H A M M E R 4.0

Handwerk – Ausbildung – GeschäftsModelle – EhrenaMt – KoopEration – DigitalisieRung – Industrie4.0

mortgage concept by money house from coinsDas Kooperationsprojekt Hammer 4.0 hat den Fokus auf Unterstützung und Stärkung des (regionalen) Handwerks und der Hersteller durch Erschließung neuer Geschäftsfelder im Bereich Smart Home & Living (SH&L). Kernzielgruppe für die Projektaktivitäten sind Seniorinnen und Senioren sowie Privatpersonen. Als Eigentümer oder Mieter von Neubauten oder Bestandsobjekten verfolgen sie das Ziel, den längst möglichen Verbleib in der eigenen Häuslichkeit sicherzustellen. Smarte Technologien im Verbund mit passgenauen Dienstleistungen sind dabei Bestandteil des individuell zu orchestrierenden Bürger-Profi-Technik-Mix. Dieser findet seinen Ausgangspunkt im individuellen Bedarf der Interessenten und dem detaillierten Verständnis um die jeweilige Ziel-Problem-Ressourcen-Konstellation.

Das interdisziplinäre und multiprofessionelle Konsortium, unter Koordination der Evangelischen Heimstiftung, konzentriert sich auf die gewerke- und branchenübergreifende Kooperation im Bereich Smart Home & Living. Das „Tübinger Modell“, welches die Kooperation der Akteure Handwerk, Hersteller, Pflege, Ehrenamt (Kreisseniorenrat) und Wissenschaft definiert und demonstriert, soll dabei auf weitere Teile von Baden-Württemberg übertragen und skaliert werden. Die Formung neuer Ökosysteme, ein umfassender Wissenstransfer, Digitalisierung im Handwerk und ehrenamtliches Engagement sind dabei wichtige Aspekte, die in diesem Kontext behandelt und zusammengeführt werden müssen.

Projektziele

Unterstützung und Stärkung regionaler Handwerker und Dienstleister

Das Themenfeld SH&L bietet große Potenziale für die baden-württembergische Wirtschaft. Im Projekt werden Strukturen, Prozesse und Verfahren entwickelt, die ein neues und lukratives Geschäftsfeld für regionale Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen eröffnen und eine Skalierung auf weitere Regionen ermöglichen. Von besonderer Bedeutung für die angestrebte Skalierung des Ansatzes ist die Implementierung einer Wissensdatenbank, die Installations- und Supportprozesse auseinander abstimmt und vereinfacht.

Stärkung der gewerke- und branchenübergreifenden Kooperation

SH&L findet an der Schnittstelle von Handel, Handwerk und Dienstleistung aus der Erwerbs- und Sozialwirtschaft statt. Ausgehend von den im Projekt zu identifizierenden Bedarfen der adressierten Zielgruppen werden Strukturen, Prozesse und Verfahren entwickelt, die eine optimale Leistungserbringung im Sinne der späteren Nutzer ermöglichen.

Skalierung des „Tübinger Modells“ im Bürger-Profi-Technik-Mix

Unter dem „Tübinger Modell“ werden Schulung-, Beratungs- und Dienstleistungsangebote zusammengefasst, die nach wissenschaftlichen Standards die Entwicklung, Skalierung und Umsetzung eines SH&L-Geschäftsmodells begünstigen. Besonderes Alleinstellungsmerkmal ist dabei das Zusammenwirken smarter Technologien mit zu entwickelnden/ implementierenden Dienstleistungsangeboten, die einen hohen Nutzen für die Lebensqualität und Teilhabe der Zielgruppe entfalten. Nach erfolgreicher Übertragung zwischen den im Projekt adressierten Modellregionen soll das „Tübinger Modell“ im Anschluss an das Projekt auf weitere Regionen als Gesamtpaket übertragbar sein.

Evaluation des Gesamtvorhabens und sowie Transfersicherung

Ausgehend von dem im Projekt skizzierten Ansatz „lokale Ökosysteme für Smart Home & Living“ (angelehnt an den europäischen Ansatz der quadruple Helix) erfolgt eine formative und summative Evaluation der Projektaktivitäten. die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die Entwicklung und Skalierung des Geschäftmodells mit ein.

Erreichte Meilensteine im Projekt (Stand 09/2017)

Die Projektziele wurden anhand einer Indikatoren Matrix zur kurz-, mittel- und langfristigen Wirkungsmessung operationalisiert. Die Indikatoren Matrix bildet die Basis für die Projektsteuerung im Rahmen der quartalsweise stattfindenden Konsortialtreffen und ist Teil der formativen und summativen Evaluation durch die Eberhard Karls Universität Tübingen.

Über diverse Informations- und Workshopformate im Lebensphasenhaus und bei der federführenden Handwerkskammer konnten Handwerksbetriebe unterschiedlicher Größe aus verschiedenen Gewerken (Elektro, Sanitär, Maler, Stuckateur) als Entwicklungspartner für die Entwicklung eines kooperativen Geschäftmodells gewonnen werden. Unter Federführung der Handwerkskammer Reutlingen in Zusammenarbeit mit der Tellur GmbH wird das Geschäftsmodell am Beispiel des ALADIEN-Konzepts (Alltagsunterstützende Assistenzsysteme und Dienstleistungen) der Evangelischen Heimstiftung konkretisiert und als Blaupause für die Umsetzung mit anderen Akteurskonstellationen in Baden-Württemberg weiterentwickelt und übertragbar gemacht.

Erkenntnisse aus den Referenzinstallationen im Lebensphasenhaus, der ALADIEN-Musterwohnung in Stuttgart und der ALADIEN Probewohnung in Bad Sebastiansweiler werden in verschiedenen Datenbanken zusammengeführt und nach Projektende öffentlich zugänglich gemacht. Aktuell wird die erste Betaversion der „Handwerker-Datenbank“ unter Regie des Zentrums für Telemedizin Bad Kissingen in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Reutlingen und dem Handwerker-Team getestet und mit Inhalten bestückt. Ein modulares Schulungskonzept schafft darüber hinaus den Nährboden für überbetriebliche Fort- und Weiterbildungsangebote für das Themenfeld Smart Home & Living.

In Folge der Eröffnung der Wohnberatungsstelle in Bad Mergentheim sind nun die Voraussetzungen geschaffen, mit Unterstützung des Kreisseniorenrats Tübingen das Tübinger Modell auf die Region Main-Tauber zu übertragen.  Darüber hinaus wurde eine erste Referenzinstallation des ALADIEN-Konzeptes in der Häuslichkeit realisiert. Ein zentrales Wissensmanagement, sowie Instrumente, Strukturen und Verfahren für die Beratung zum Bürger-Profi-Technik-Mix werden unter Federführung der Evangelischen Heimstiftung in der WiQQi-Datenbank (www.wiqqi.de) zusammengeführt und nach Projektende frei zugänglich gemacht.

Konzepte für arrondierende Dienstleistungen werden unter Federführung der Industrie- und Handelskammer Reutlingen in Kooperation mit Dienstleistungspartnern und Multiplikatoren entwickelt. Darüber hinaus koordiniert die IHK alle PR- und Marketingaktivitäten von Hammer 4.0. Über den Projektflyer und den Relaunch der Website werden Referenzkunden akquiriert und Stakeholder über die Projektaktivitäten auf dem Laufenden gehalten.

Konsortialpartner

Im Bereich der Smart Home & Living Lösungen ist ein Zusammenwirken aller beteiligten Akteure unabdingbar. Die Installation, Funktion, Wartung und das Zusammenarbeiten der zu installierenden Technologie und damit entstehenden Dienstleistungen ist eine Kompetenz, die in Zukunft immer mehr beim Handwerk erwartet wird. Mit den Konsortialpartnern Handwerkskammer Reutlingen (inklusive Einbindung der entsprechenden Fach- und Innungsverbände), der Industrie- und Handelskammer Reutlingen und dem Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen wird die Beteiligung des Handwerks sowie der Hersteller sichergestellt.
Abgerundet wird das Konsortium durch die Tellur GmbH sowie die Tübinger Partner Eberhard-Karls-Universität und die Senioren-Technik-Botschafter des Kreisseniorenrats Tübingen, welche sich unter anderem um die ökonomischen Inhalte aber auch um Aus- und Weiterbildungsaspekte kümmern.

Mit der Zusammenführung der beteiligten Expertise wird die Akzeptanz und Verbreitung von Smart Home & Living Lösungen im Sinne aller Akteure und Nutzer vorangetrieben

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Kontakt

Ferdinand Schäffler
Evangelische Heimstiftung GmbH
anfrage@hammer4punkt0.de
www.hammer4punkt0.de
Tel.: 0711 636 76-183